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| 2004 Piemont / Ligurien |
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| 31.05.-10.06.2004 |
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Zusammen mit Urs unternahm ich die erste grössere Tour auf unseren nagelneuen KTM LC4 640 - Adventure ins Piemont / Ligurische Grenzkammstrasse / Assiettagebiet.
Nach einer total verregneten Fahrt über Chur - Lukmanier - Biasca, kamen wir ziemlich nass bei unserem Kollegen Kurt in Gudo TI an. Kurt war unser Gastgeber für die erste Nacht (Wohnwagen). Das hervorragende Nachtessen im Campingplatz - Restaurant entschädigte uns für die sehr feuchte Anreise!
Tatsächlich konnten wir aber am nächsten Morgen die lange Etappe vom Tessin bis ins Tende - Gebiet bei Sonnenschein und recht warmen Temperaturen in Angriff nehmen. Kaum zu glauben, aber das tolle Wetter wurde ohne Ausnahme unser Begleiter für unsere gesamte Reise, der absolute Traum! Um gut vorwärts zu kommen, wählten wir die Strecke Milano - Torino - Cuneo - Limone Piemonte - Tende.
Müde abends in Limone Piemonte angekommen, fuhren wir durch den Tende - Tunnel, um noch genügend Zeit für die Unterkunftssuche zu haben. In La Brigue quartierten wir uns in einem kleinen Hotel für die nächsten vier Tage ein. Das Zimmer war eher mittelprächtig, das Essen aber um so besser. Als Ausgangspunkt für unsere Tagestouren ohne Gepäck, eignete sich das Dorf La Brigue ideal.
Als erstes Ziel wurde am folgenden Tag der Col de Tende von Süden her in Angriff genommen. Obwohl unsere Fahrtechnik noch ziemlich zu wünschen übrig lässt, hatten wir grossen Spass daran, unsere KTM`s zum ersten Mal auf Schotter zu bewegen (Die 48 Kehren muss ja jeder irgendwann mal gefahren sein!).
Nach eingehender Besichtigung des Imposanten Forts Central, bogen wir ab Richtung Ligurische Grenzkammstrasse. Da kamen wir aber nicht sehr weit, grosse Schneehänge versperrten uns den Weg. Mit den halb abgefahrenen Metzeler Enduro 3 gab es keine Chance, durch diesen hohen, steil abfallenden Schnee zu kommen. Deswegen liessen wir uns nicht entmutigen, und machten dann eine schöne Tour auf die andere Seite Richtung Fort Pernante. Vor Casterino bogen wir wieder ab, um noch einen, mit recht grobem Schotter versehenen aber tollen Umweg, unter die Räder zu nehmen.
Nach der Fahrt ins Tal auf Alpwegen und weiteren unbefestigten Strässchen beendeten wir unseren ersten Enduro - Tag mit einem guten Wein und dem dazugehörigen Nachtessen à la France!
In den nächsten Tagen musste mehrere Male umgekehrt werden, einmal wegen einem umgestürzten, grossen Baum oder meistens wegen Schnee, da wir halt zu früh für diese Höhenstrassen da waren, schade! Die kritische Höhe war auf der Sonnenseite auf ca. 2400 m ü. Meer, auf der Schattenseite entsprechend tiefer. Auch grober Schotter war mehr als genug vorhanden, einige Male schlug es mir den Lenker fast aus der Hand!
Trotzdem genossen wir diese herrliche Gegend sehr intensiv und lernten dabei die Qualitäten unserer Motorräder immer mehr zu schätzen. Vor allem das Fahrwerk ist halt schon erste Sahne! Obschon die ADV in schwierigem Gelände sehr schwer sein kann, liegt das Limit eindeutig beim Fahrer. Für künftige Reisen nahmen wir uns fest vor, nicht mehr ohne gute Stollenreifen zu starten!!
Mit Vollpackung fuhren wir nach diesen vier Tagen weiter. Via Demonte - Col de Larche (der Col del Agnello war leider noch zu) - Col de Vars - Guillestre - Col d`Izoard - Briançon gelangten wir an unseren nächsten Ausgangspunkt: Cesana Torinese. Dort logierten wir drei Tage, um das Assietta - Gebiet auszukundschaften.
Der Einstieg Richtung Assiettakammstrasse von Sestrière aus, mussten wir auf halber Höhe auch wegen Schneefeldern aufgeben. Dafür war die Südseite des Colle delle Finestre schon offen und wir verbrachten dort schöne Momente. Die Nordseite wurde noch am selben Tag geräumt und so wurden wir anderntags sozusagen Erstbezwinger in der Saison 04. Dies gelang uns jedoch nur mit viel Schwung und Schiebearbeit durch die halbwegs geräumten glitschigen Passagen! (Nur ein Italiener mit einer Trial Gas-Gas kam vor uns entgegen)
Am nächsten Tag machten wir die zwei abgeschiedenen Seitentäler der kleinen Bergflüsse Ripa und Thuras unsicher. Da wir einen eher ruhigen Fahrstil bevorzugen, hat bei uns ein gemütliches Picknick zur Mittagszeit, sowie ab und zu eine Verschnaufpause an einem schönen Plätzchen immer seinen festen Platz! Um die zwei Elemente Endurofahren und Natur miteinander zu verbinden, ist die Adventure wirklich bestens geeignet!
Nach diesen erlebnisreichen, faszinierenden Tagen mussten wir leider langsam nordwärts fahren. Via Col du Mont Cenis, (Col de l`Iseran geschlossen), Bourg St. - Maurice gelangten wir nach Les Chapieux am Cormet de Roselend, wo wir die letzte Übernachtung vor der langen Heimreise verbrachten. Bei einem feinen z`Nacht liessen wir die vergangenen durchweg positiven Erfahrungen und Begegnungen Revue passieren.
Nach der Heimfahrt bei heissem Juniwetter via Beaufort - Megève - Chamonix - Col des Montets - Col de la Forclaz - Bex - Col de la Croix - Saanen - Thun - Bern - Zürich, freuen wir uns schon auf die nächste Reise!
Mit kollegialem Gruss
Markus |
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| Parkordnung Fort Central |
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| Orange Bergblumen? |
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| Nähe Col de Tende |
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| Bergue (8 Einwohner) |
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| Pause in Tende |
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| Am Mt. Colombin |
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| Cime de Marta |
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| Balcon de Marta |
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| Erste Driftübungen |
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| Col de Basset (Assietta) |
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| Mit Schwung geht's schon |
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| Col de Finestre |
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| Blick ins Susatal |
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| Urs bei Postkartenwetter |
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| Markus |
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| Herberge mit Garage |
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| Rastplatz im Grünen |
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